Menstruationstasse läuft aus? Die 5 häufigsten Gründe
Ihre Menstruationstasse läuft aus – das ist kein Zeichen dafür, dass Sie etwas falsch machen, und schon gar kein Grund, gleich aufzugeben. Fast immer steckt eine von fünf ganz konkreten Ursachen dahinter: Die Tasse ist nicht richtig aufgegangen, sie sitzt nicht am richtigen Ort, die Größe passt nicht, sie war zu lange drin oder der Beckenboden spielt nicht mit. Den Vergleich von Menstruationstasse und Schwamm finden Sie unter Menstruationstasse oder Schwamm.
Lesedauer: 17 Minuten
1. Kurz erklärt: Warum die Tasse ausläuft – und warum das normal ist
Wenn die Menstruationstasse ausläuft, liegt das fast immer an einer von fünf Ursachen: Sie ist nicht ganz aufgegangen, sitzt am falschen Ort, ist zu klein oder zu groß, war zu lange drin oder der Beckenboden hält sie nicht. Jede Ursache hat eine einfache Lösung.
Die Menstruationstasse arbeitet mit einem Vakuum, also einer kleinen Saugwirkung, die sie an die Scheidenwand zieht. Dieses Vakuum ist ihre größte Stärke und gleichzeitig ihre Schwachstelle: Stimmt nur eine Kleinigkeit nicht, baut sich das Vakuum nicht richtig auf oder geht verloren, und dann läuft Flüssigkeit außen vorbei.
2. Ursache 1: Die Tasse ist nicht richtig aufgegangen
Der mit Abstand häufigste Grund: Die Tasse bleibt nach dem Einsetzen gefaltet und ploppt nicht vollständig auf. Ohne das Aufploppen entsteht kein Vakuum, und ohne Vakuum läuft die Tasse aus. Ein kleiner Dreh oder eine andere Falttechnik lösen das Problem fast immer.
Stellen Sie sich die Tasse wie einen kleinen Regenschirm vor. Sie wird gefaltet eingeführt, und drinnen soll sie sich wieder voll öffnen, sodass der Rand rundherum dicht an der Scheidenwand anliegt. Bleibt sie aber gefaltet oder hat sie eine Delle im Rand, gibt es eine Lücke – und genau dort läuft die Flüssigkeit vorbei.
So bringen Sie die Tasse zum Aufploppen - Schritt für Schritt
Falttechnik wechseln. Probieren Sie statt der C-Faltung die flache Punch-Down-Faltung: Drücken Sie eine Seite des Rands nach innen in die Tasse hinein. Diese Faltung ist klein beim Einführen, springt aber leichter auf.
Nach dem Einsetzen drehen. Greifen Sie den Boden der Tasse (nicht den Stiel) und drehen Sie sie eine halbe bis ganze Umdrehung um die eigene Achse. Das löst eine eventuelle Faltung.
Mit dem Finger den Rand abfahren. Fahren Sie mit einem sauberen Finger einmal rundherum um den Rand der Tasse. Spüren Sie eine Einkerbung oder Delle, schieben Sie sie sanft heraus, bis der Rand glatt und rund ist.
Vakuum-Test machen. Ziehen Sie ganz leicht am Boden der Tasse. Spüren Sie einen kleinen Widerstand, ein Saugen? Dann sitzt das Vakuum. Gibt sie sofort nach, ist sie wahrscheinlich noch nicht offen.
Welche Faltung ploppt am leichtesten auf? Es gibt mehrere Falttechniken, und keine ist für alle die beste. Die C-Faltung (die Tasse flach zusammendrücken und zu einem C biegen) ist die bekannteste, geht aber nicht bei jeder leicht auf. Die Punch-Down-Faltung (eine Seite des Rands nach innen drücken) ist beim Einführen sehr schmal und springt für viele zuverlässiger auf, kann sich aber etwas eigenwillig öffnen. Die 7-Faltung ist ein Kompromiss dazwischen.
Hat die Festigkeit der Tasse Einfluss aufs Aufploppen? Ja, deutlich. Weiche Tassen sind angenehm zu tragen, brauchen aber oft mehr Nachhelfen beim Aufploppen, weil sie sich leichter zusammendrücken lassen. Festere Tassen springen von selbst zuverlässiger auf und bauen schneller ein Vakuum auf, können sich für empfindliche Personen oder einen angespannten Beckenboden aber spürbarer anfühlen. Wenn Ihre weiche Tasse partout nicht aufgehen will, kann eine etwas festere Variante das Problem lösen.
3. Ursache 2: Die Tasse sitzt nicht am richtigen Ort
Manchmal ist die Tasse offen und hat ein Vakuum – sitzt aber zu hoch oder neben dem Muttermund. Dann fließt das Blut am Rand vorbei statt hinein. Der Trick ist, die Tasse so zu platzieren, dass der Muttermund über der Öffnung liegt.
Der Muttermund (lateinisch Cervix) ist die Öffnung, aus der das Menstruationsblut kommt. Damit die Tasse das Blut auffängt, muss ihre Öffnung diesen Punkt umschließen oder direkt darunter sitzen. Der Muttermund liegt bei jeder Frau anders – mal tiefer, mal höher – und er wandert sogar im Laufe des Zyklus. Zu Beginn der Periode sitzt er oft tiefer, gegen Ende höher.
Ein oft übersehenes Detail: Beim Einsetzen lohnt es sich, die Tasse nicht gerade nach oben, sondern schräg nach hinten Richtung Steißbein zu schieben. Die Scheide verläuft nämlich nicht senkrecht, sondern leicht nach hinten geneigt. Wer die Tasse zu steil nach oben drückt, landet schnell an der falschen Stelle.
Wie finde ich heraus, wo mein Muttermund liegt? Tasten Sie mit einem sauberen Finger vorsichtig nach: Der Muttermund fühlt sich etwa wie eine Nasenspitze an, eine festere runde Stelle. Liegt er sehr tief, brauchen Sie eventuell eine kürzere Tasse, sonst drückt der Stiel.
Was tun, wenn die Tasse immer zu hoch rutscht? Setzen Sie die Tasse bewusst tiefer ein und schieben Sie sie nicht so weit hinein. Die Tasse muss nicht tief sitzen, um zu funktionieren – sie soll den Muttermund erreichen, nicht möglichst weit oben kleben.
Kann ein tief liegender Muttermund das Problem sein? Ja. Wenn Ihr Muttermund sehr tief sitzt, kann er einen Teil des Tasseninneren ausfüllen, sodass weniger Platz für Flüssigkeit bleibt und die Tasse schneller scheinbar überläuft. Außerdem drückt bei einem tiefen Muttermund oft der Stiel unangenehm. In diesem Fall hilft eine kürzere, flachere Tasse, die für einen tiefen Muttermund gemacht ist.
4. Ursache 3: Die Größe passt nicht zu Ihrem Körper
Die meisten Tassen gibt es in zwei Größen. Eine zu kleine füllt sich schnell und kann das Vakuum verlieren, eine zu große geht eventuell nicht ganz auf. Wenn eine Größe trotz richtigem Sitz ständig ausläuft, lohnt der Wechsel zur anderen.
Größe ist bei Menstruationstassen ein eigenes Thema, weil sie nicht nur von einer Sache abhängt. Hersteller orientieren sich oft an Alter und daran, ob jemand schon geboren hat. Genauso wichtig sind die Stärke der Blutung und die Lage und Festigkeit des Muttermunds und des Beckenbodens.
Zu klein oder zu groß – woran Sie es merken
| Kriterien | Tasse zu klein | Tasse zu groß |
|---|---|---|
| Typisches Anzeichen | Läuft an starken Tagen schnell aus, obwohl sie richtig sitzt und aufgegangen ist. | Geht beim Einsetzen schwer auf, fühlt sich drückend an oder lässt sich schwer einführen. |
| Vakuum | Kann zu schwach sein, Tasse verrutscht leichter. | Kann sehr stark werden, Entfernen fällt schwerer. |
| Was hilft | Zur größeren Größe wechseln oder häufiger leeren. | Zur kleineren oder weicheren Tasse wechseln. |
| Komfort | Meist unauffällig, aber häufiges Nachschauen nötig. | Kann ein Druck- oder Fremdkörpergefühl auslösen. |
Ein häufiger Denkfehler: Bei viel Blutung greifen manche reflexartig zur kleineren, vermeintlich bequemeren Tasse – und wundern sich dann übers Auslaufen. Wenn Sie stark bluten, ist oft die größere Größe die ruhigere Wahl, weil Sie sie seltener leeren müssen.
Geht es bei der Größe um Durchmesser oder Volumen? Um beides, und das wird oft verwechselt. Der Durchmesser (also wie breit der Rand ist) entscheidet darüber, ob die Tasse gut abdichtet und vom Beckenboden gehalten wird. Das Volumen (wie viel sie fasst) entscheidet darüber, wie oft Sie leeren müssen. Eine Tasse kann also einen passenden Durchmesser, aber zu wenig Volumen für Ihre starke Blutung haben – dann läuft sie aus reiner Fülle aus, nicht wegen schlechtem Sitz.
5. Ursache 4: Die Tasse war zu lange drin
Die einfachste Ursache von allen: Die Tasse ist voll und läuft über. Gerade an starken Tagen oder über Nacht kann sie schneller voll sein als gedacht. Hier hilft kein Trick, sondern nur häufigeres Leeren und das Kennenlernen des eigenen Rhythmus.
Als grobe Orientierung gilt: Eine Tasse kann laut Herstellerangaben bis zu acht bis zwölf Stunden getragen werden, an starken Tagen aber deutlich kürzer; Frauenärztinnen und Frauenärzte raten, sie spätestens nach acht Stunden zu leeren (Quelle: Frauenärzte im Netz 2026). Wichtig ist, dass Sie sie regelmäßig leeren und nicht über die empfohlene Tragedauer hinaus drinlassen. Über Nacht ist die Tasse für viele angenehm, weil sie länger hält als ein Tampon – aber auch hier gilt: An starken Nächten lieber einmal mehr aufstehen.
So finden Sie Ihren Leer-Rhythmus - Schritt für Schritt
Erste Tage engmaschig. Leeren Sie an den ersten beiden, starken Tagen anfangs alle paar Stunden und schauen Sie, wie voll die Tasse jeweils ist.
Füllstand merken. Achten Sie auf die Markierungen in der Tasse.
Rhythmus anpassen. An schwächeren Tagen können Sie die Abstände verlängern. Ihr Körper gibt den Takt vor, nicht die Uhr.
Nachts mitdenken. Wenn die Tasse über Nacht ausläuft, leeren Sie sie direkt vor dem Schlafengehen und kombinieren Sie sie an starken Nächten mit einer Stoffeinlage zur Sicherheit.
Woran erkenne ich, dass die Tasse wegen Überlaufen ausläuft und nicht wegen schlechtem Sitz? Ein guter Hinweis ist der Zeitpunkt. Läuft die Tasse schon kurz nach dem Einsetzen aus, liegt es fast immer am Aufploppen oder am Sitz. Läuft sie dagegen erst nach mehreren Stunden aus, vor allem an starken Tagen, ist sie wahrscheinlich einfach voll gewesen.
6. Ursache 5: Der Beckenboden hält die Tasse nicht
Der Beckenboden ist die Muskelschicht, die die Tasse an Ort und Stelle hält. Ist er geschwächt – etwa nach einer Geburt – kann die Tasse verrutschen und das Vakuum verlieren. Sanftes Training kann unterstützen, bei Beschwerden hilft ärztlicher Rat.
Der Beckenboden ist eine Muskelschicht, die wie eine Hängematte den unteren Bauchraum stützt. Ist diese Muskulatur entspannt-locker oder geschwächt, kann die Tasse leichter nach unten rutschen, kippen oder ihr Vakuum verlieren.
Kann ich den Beckenboden trainieren, damit die Tasse besser hält? Ja, sanftes Beckenbodentraining kann die Muskulatur unterstützen. Es gibt einfache Übungen, die Sie in den Alltag einbauen können. Wenn Sie unsicher sind oder gezielt üben möchten, kann eine physiotherapeutische Anleitung sinnvoll sein.
Kann ein zu fester Beckenboden auch ein Problem sein? Ein dauerhaft angespannter Beckenboden kann es schwer machen, die Tasse überhaupt entspannt einzuführen und aufploppen zu lassen. Wenn Sie merken, dass Sie beim Einsetzen verkrampfen, helfen ein paar ruhige Atemzüge, eine bequeme Position (zum Beispiel hockend) und bewusstes Loslassen. Bei dauerhaft verspanntem Beckenboden kann ebenfalls eine physiotherapeutische Begleitung sinnvoll sein.
Wann sollte ich zur Ärztin oder zum Arzt? Wenn Sie zusätzlich zum Auslaufen ein Druckgefühl, Schmerzen, ein Fremdkörpergefühl im Alltag oder Probleme beim Wasserlassen bemerken, besprechen Sie das bitte mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt. Das gilt besonders nach einer Geburt.
7. Mythen-Check: Was über das Auslaufen oft falsch erzählt wird
Rund um die Menstruationstasse kursieren viele Halbwahrheiten, die beim Auslaufen verunsichern. Wir nehmen die häufigsten unter die Lupe.
Mythos: Wenn die Tasse ausläuft, ist sie kaputt oder mangelhaft. Das stimmt fast nie. Auslaufen liegt in den allermeisten Fällen an der Anwendung (Aufploppen, Sitz, Größe, Tragedauer) oder am Körper, nicht an einem Defekt der Tasse. Eine Tasse aus medizinischem Silikon hält bei guter Pflege Jahre.
Mythos: Je tiefer die Tasse sitzt, desto sicherer. Falsch. Die Tasse muss nicht möglichst tief sitzen, sondern an der richtigen Stelle, nämlich unter dem Muttermund. Sitzt sie zu tief, verrutscht sie leichter und drückt eventuell unangenehm.
Mythos: Auslaufen heißt, dass man die Tasse falsch herum eingesetzt hat. Die Tasse hat zwar eine richtige Richtung (Öffnung nach oben), aber Auslaufen kommt nur sehr selten daher, dass sie verkehrt herum sitzt – das würde man beim Einsetzen meist sofort merken.
Mythos: Mit der Tasse kann man nie auslaufen, deshalb braucht man keine Einlage. Auch das ist zu absolut. Eine perfekt sitzende Tasse ist sehr sicher, aber gerade in der Eingewöhnungszeit, an sehr starken Tagen oder nachts kann ein kleiner Tropfen durchkommen. Eine dünne waschbare Slipeinlage als Rückversicherung ist kein Zeichen von Versagen, sondern einfach entspannter.
8. Für wen die Tasse gut passt – und für wen eher nicht
Die Menstruationstasse ist für viele eine tolle Lösung, aber nicht für jede die richtige. Ein ehrlicher Blick darauf, wann sie gut passt und wann eine sanftere Alternative sinnvoller sein kann, erspart Frust und unnötiges Üben.
Schwieriger kann es werden bei einem sehr tief liegenden Muttermund, einem empfindlichen oder geschwächten Beckenboden, bei starkem Unbehagen beim Tasten oder wenn das Vakuum-Gefühl grundsätzlich unangenehm ist. Auch bei bestimmten gynäkologischen Gegebenheiten (zum Beispiel einer Spirale) ist es sinnvoll, vorher mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt zu sprechen, ob und wie die Tasse passt.
Wann die Tasse passt – und wann eher nicht
| Kriterien | Spricht für die Tasse | Spricht eher dagegen |
|---|---|---|
| Muttermund | Mittig bis höher liegend, gut erreichbar. | Sehr tief liegend, Stiel drückt ständig. |
| Beckenboden | Stabil, hält die Tasse zuverlässig. | Geschwächt oder stark verkrampft. |
| Umgang mit dem Körper | Tasten und Einsetzen fühlen sich okay an. | Starkes Unbehagen beim Tasten. |
| Vakuum-Gefühl | Das Saugen stört nicht. | Das Vakuum fühlt sich dauerhaft unangenehm an. |
9. Pflege und Reinigung: Wie Sauberkeit das Dichthalten beeinflusst
Eine gepflegte Tasse hält nicht nur länger, sie dichtet auch besser ab. Ablagerungen am Rand oder verstopfte Luftlöcher können das Vakuum stören. Mit ein paar einfachen Routinen bleibt die Tasse zuverlässig dicht.
Viele Tassen haben kleine Luftlöcher knapp unter dem Rand. Diese Löcher helfen beim Lösen des Vakuums – sind sie aber durch Ablagerungen verstopft, kann sich das Vakuum schlechter aufbauen oder die Tasse dichtet nicht mehr sauber ab. Auch ein angerauter oder klebriger Rand schließt nicht mehr so gut an die Scheidenwand an.
Einfache Pflege-Routine für eine dichte Tasse - Schritt für Schritt
Zwischendurch ausspülen. Spülen Sie die Tasse bei jedem Leeren mit klarem Wasser aus und drücken Sie Wasser durch die kleinen Luftlöcher.
Nach dem Zyklus auskochen. Reinigen Sie die Tasse am Ende der Periode gründlich nach Herstellerangabe, oft durch kurzes Auskochen in Wasser.
Luftlöcher kontrollieren. Halten Sie die Tasse gegen das Licht und prüfen Sie, ob die Löcher offen sind. Verstopfte Löcher vorsichtig mit Wasser oder einem weichen Zahnstocher freimachen.
Trocken und luftig lagern. Bewahren Sie die Tasse nach dem Trocknen in einem atmungsaktiven Stoffbeutel auf, nicht luftdicht.
Können Verfärbungen oder Belag das Auslaufen verursachen? Verfärbungen allein sind meist harmlos und beeinflussen die Dichtigkeit nicht. Problematisch wird es erst, wenn sich ein klebriger oder krümeliger Belag bildet oder die Luftlöcher zugesetzt sind – dann kann die Tasse schlechter abdichten. Regelmäßiges Reinigen nach Herstellerangabe verhindert das. Wird das Material mit der Zeit rissig, porös oder dauerhaft klebrig, ist es Zeit, die Tasse zu ersetzen.
10. Schnell-Checkliste: In 6 Schritten zum dichten Sitz
1. Ist sie ganz aufgegangen? Rand mit dem Finger abfahren, Dellen herausschieben, Tasse einmal drehen. Das löst Ursache 1.
2. Gibt es ein Vakuum? Leicht am Boden ziehen – spüren Sie ein Saugen? Wenn nicht, neu einsetzen.
3. Umschließt sie den Muttermund? Tasten Sie, ob der Muttermund über oder in der Tassenöffnung sitzt. Das löst Ursache 2.
4. Passt die Größe? Läuft sie aus, obwohl alles sitzt? Dann zur anderen Größe wechseln. Das löst Ursache 3.
5. War sie zu lange drin? An starken Tagen häufiger leeren. Das löst Ursache 4.
6. Hält der Beckenboden? Bei wiederholtem Verrutschen sanftes Training erwägen, bei Beschwerden ärztlich abklären. Das löst Ursache 5.
11. Aus der Praxis von tom&pat
Was uns Kundinnen am häufigsten schreiben, wenn die Tasse ausläuft: Geduld in einem ruhigen Moment schlägt jeden teuren Trick, und nicht jeder Körper kommt mit dem Vakuum klar.
Die zweite Sache, die wir gelernt haben, sagen viele Hersteller nicht so deutlich: Die Tasse ist nicht für jeden Körper gemacht. Wir haben Kundinnen erlebt, die alles richtig gemacht, beide Größen probiert und Wochen geübt haben – und bei denen das Vakuum-Prinzip einfach nie gepasst hat, oft wegen eines sehr tiefen Muttermunds oder eines empfindlichen Beckenbodens. Genau für diese Menschen gibt es bei uns den Menstruationsschwamm. Wir verkaufen ihn nicht als „besser" als die Tasse, sondern als „anders": ohne Vakuum, sehr weich, anpassungsfähig.
12. Wenn die Tasse einfach nicht passt: die sanfte Alternative
Manchmal stimmt einfach die Chemie zwischen Körper und Tasse nicht – trotz aller Tricks. Das ist keine Niederlage. Der weiche Menstruationsschwamm arbeitet ohne Vakuum und passt sich an Ihre Form an, statt sich festsaugen zu müssen. Für viele ist genau das die Lösung.
Während die Tasse ein Vakuum aufbauen muss, um dicht zu sein, arbeitet der weiche Naturschwamm ganz anders: Er saugt sich nicht fest, sondern passt sich weich an die individuelle Form an und nimmt die Flüssigkeit auf wie ein Schwamm eben. Kein Aufploppen, kein Vakuum-Test, kein Muttermund-Ziel-Treffen.
Menstruationstasse und Menstruationsschwamm im Vergleich
| Kriterien | Menstruationstasse | Menstruationsschwamm |
|---|---|---|
| Prinzip | Hält durch Vakuum, muss vollständig aufploppen. | Passt sich weich der Form an, kein Vakuum nötig. |
| Häufige Hürde | Aufploppen, Sitz und Vakuum müssen alle stimmen. | Kein Rückholfaden, Einsetzen und Entfernen brauchen anfangs Übung. |
| Gefühl | Festeres Material, spürbares Saugen. | Sehr weich, von vielen kaum spürbar. |
| Wiederverwendbar | Ja, über Jahre. | Ja, wiederverwendbar über mehrere Zyklen bei guter Pflege. |
Wenn Sie tiefer vergleichen möchten, lohnt der Blick in unseren Beitrag über die Nachteile und Risiken der Menstruationstasse. Einen Überblick über alle Alternativen finden Sie im Beitrag Tampon-Alternativen: 5 Wege im ehrlichen Vergleich.
Der Menstruationsschwamm von tom&pat ist aus echtem Naturschwamm, von Hand ausgewählt und in Köln sozial verpackt. Er ist kein Wundermittel und nicht für jede die richtige Wahl – aber wenn die Tasse Sie zur Verzweiflung bringt, ist er einen Versuch wert – Sie finden ihn in 3–5 cm, 5–7 cm oder als Mix (5, 6 oder 10 Stück) auf der Seite Menstruationsschwamm ohne Faden. Wichtig zum Schluss: Ein Menstruationsschwamm ist kein Verhütungsmittel und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Der Schwamm ist neu für Sie? Wie er eingesetzt, getragen und gereinigt wird, erklären wir Schritt für Schritt: Menstruationsschwamm einführen – die Anleitung.
13. Häufig gestellte Fragen
Die häufigsten Fragen – kurz und klar beantwortet.
Warum läuft meine Menstruationstasse aus, obwohl sie nicht voll ist?
Das ist der häufigste Fall und liegt fast nie an der Füllmenge. Meistens hat sich die Tasse innen nicht vollständig entfaltet oder es fehlt das Vakuum (die Saugwirkung), das sie an die Scheidenwand zieht. Dann läuft Flüssigkeit außen an der Tasse vorbei, obwohl innen noch viel Platz ist. Prüfen Sie nach dem Einsetzen mit einem sauberen Finger, ob der Rand rundherum offen ist und keine Delle hat.
Wie bekomme ich die Menstruationstasse dicht?
Drei Dinge entscheiden über die Dichtigkeit: Die Tasse muss vollständig aufgehen, sie muss unterhalb des Muttermunds sitzen und es muss ein Vakuum entstehen. Drehen Sie die Tasse nach dem Einsetzen einmal um die eigene Achse oder fahren Sie mit dem Finger um den Rand – das hilft beim Aufploppen. Wenn Sie ein leichtes Saugen spüren, wenn Sie sanft am Stiel ziehen, sitzt sie meist dicht.
Welche Tassengröße brauche ich, damit nichts ausläuft?
Die Größe hängt nicht nur vom Alter oder von Geburten ab, sondern auch von der Stärke der Blutung und der Lage des Muttermunds. Eine zu kleine Tasse füllt sich schnell und kann das Vakuum verlieren, eine zu große geht eventuell nicht richtig auf. Viele Hersteller bieten zwei Größen an – wenn eine ständig ausläuft, kann ein Wechsel zur anderen Größe sinnvoll sein.
Wie oft muss ich die Menstruationstasse leeren?
Als Orientierung gilt: spätestens nach acht Stunden leeren, an starken Tagen deutlich häufiger; Hersteller nennen teils bis zu zwölf Stunden. Wenn die Tasse überläuft, weil sie zu lange drin war, ist das eine der einfachsten Ursachen für Auslaufen. An den ersten Tagen lieber öfter kontrollieren, bis Sie Ihren eigenen Rhythmus kennen.
Was kann ich tun, wenn die Tasse trotz allem nicht dicht wird?
Wenn Sie alle fünf Ursachen durchgegangen sind, beide Größen probiert haben und es weiterhin nicht klappt, ist die Tasse vielleicht einfach nicht das richtige Produkt für Ihren Körper. Das ist keine Niederlage. Es gibt sanftere Alternativen ohne Vakuum, zum Beispiel den weichen Menstruationsschwamm, der sich an Ihre Form anpasst statt sich festzusaugen.
14. Über tom&pat
tom&pat arbeitet seit 2018 an Periodenprodukten – die Menstruationstasse gehört nicht dazu, der Menstruationsschwamm schon. Er besteht aus Naturschwamm, ist wiederverwendbar und wird in Köln verpackt. Er ist kein Verhütungsmittel und ersetzt die ärztliche Beratung nicht. Bevor eine Schwammsorte bei uns ins Sortiment kommt, prüft Natalie, die Frau von Gründer Patrick Lauff, sie selbst im eigenen Alltag.
Weicher Naturschwamm
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Zur Erinnerung: Auch dieser Ratgeber zu „Menstruationstasse läuft aus? Die 5 häufigsten Gründe“ informiert nur allgemein und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nehmen Sie Beschwerden, Fieber oder starke Schmerzen ernst und wenden Sie sich damit – wie auch bei Unsicherheit – an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Die verwendeten Quellen finden Sie im Text verlinkt.
