Körperpeeling selber machen: 3 einfache Rezepte aus dem Küchenschrank
Ein gutes Körperpeeling selber machen kostet Sie keine fünf Minuten - und der halbe Küchenschrank reicht dafür schon aus. Zucker, Kaffeesatz oder grobes Salz lösen lose Hautschüppchen, ein Pflanzenöl macht die Haut weich, und mehr braucht es im Grunde nicht. Das spart Geld, kommt ohne Mikroplastik und Plastikverpackung aus und Sie wissen genau, was drin ist. In diesem Beitrag bekommen Sie drei einfache Rezepte mit exakten Mengen, eine klare Anleitung zur Anwendung und ehrliche Hinweise dazu, wie oft und auf welcher Haut ein Peeling Sinn ergibt. Als sanftes, wiederverwendbares Werkzeug zum Auftragen und Abrubbeln stellen wir Ihnen den Naturschwamm Honeycomb vor.
Lesedauer: 20 Minuten
1. Kurz gesagt: So gelingt das Peeling sofort
Körperpeeling selber machen heißt: ein Schleifmittel wie Zucker, Kaffeesatz oder Salz mit einem Pflanzenöl mischen, auf feuchter Haut sanft einmassieren, abspülen. Ein bis zwei Mal pro Woche reicht. Nie auf gereizter oder verletzter Haut. Mehr braucht es nicht.
Sie haben es eilig? Hier die Kurzfassung, bevor wir ins Detail gehen. Ein selbstgemachtes Körperpeeling besteht im Kern aus nur zwei Dingen: einem groben, aber löslichen Schleifmittel und einem pflegenden Öl. Das Schleifmittel löst lose Hautschüppchen, das Öl hält die Haut dabei geschmeidig. Sie massieren die Mischung in kreisenden Bewegungen auf die feuchte Haut, spülen ab - fertig.
Das Grundverhältnis, das Sie sich merken können, lautet etwa zwei Teile Schleifmittel auf einen Teil Öl. Daraus entsteht eine feuchte, krümelige Paste, die zusammenhält, ohne zu schwimmen. Von dieser Faustregel leiten sich alle drei Rezepte ab - Sie verändern nur das Schleifmittel und passen die Ölmenge nach Gefühl an.
Im weiteren Verlauf bekommen Sie drei konkrete Rezepte (Zucker-Öl, Kaffee, Salz) mit genauen Mengen, eine Anleitung zur richtigen Anwendung, eine Hauttyp-Tabelle und klare Sicherheitshinweise. Wer das Peeling nicht mit bloßen Händen verteilen mag, nutzt einen Naturschwamm als sanftes Auftrage- und Abrubbel-Werkzeug.
2. Warum ein Körperpeeling selber machen?
Ein selbstgemachtes Körperpeeling ist günstig, kommt ohne Mikroplastik und Plastikverpackung aus, und Sie wissen genau, was drin ist. Die Zutaten haben die meisten ohnehin zu Hause. So sparen Sie Geld und Müll - und können das Rezept an Ihre Haut anpassen.
Gekaufte Körperpeelings sind oft erstaunlich teuer für das, was drinsteckt: meist nur Zucker oder Salz, etwas Öl und Duft. Wenn Sie ein Körperpeeling selber machen, zahlen Sie einen Bruchteil und bekommen genau dasselbe Ergebnis - manchmal sogar ein besseres, weil Sie frische, gute Zutaten verwenden.
Dazu kommt der Umweltaspekt. Viele günstige Peelings im Handel enthielten lange Zeit winzige Plastikkügelchen, die ins Abwasser gelangen. Seit 2023 verbietet die EU bewusst zugesetzte Mikroplastik-Partikel in Kosmetik Schritt für Schritt – für abspülbare Peelings gilt das Verkaufsverbot bereits. Mit Zucker, Salz oder Kaffeesatz umgehen Sie das Thema komplett: Diese Schleifmittel lösen sich auf oder sind natürlich abbaubar. Und Sie sparen die Plastiktube. Wenn Sie ohnehin auf plastikfreie Pflege umstellen, passt ein DIY-Peeling perfekt dazu.
Ein dritter Punkt: Kontrolle. Sie entscheiden über Körnung, Öl und Duft. Empfindliche Haut? Feiner Zucker und mildes Mandelöl. Robuste Füße? Grobes Salz. Lieblingsduft? Ein Tropfen ätherisches Öl - sparsam und nur, wenn Ihre Haut es verträgt. Diese Anpassbarkeit hat kein Fertigprodukt.
Was unterscheidet ein mechanisches Peeling vom chemischen?
Die Rezepte hier sind mechanische Peelings: feine Körner lösen durch leichte Reibung lose Hautschüppchen. Chemische Peelings arbeiten dagegen mit Säuren wie Frucht- oder Salicylsäure, die die Verbindungen zwischen den Hautschüppchen lockern - ohne Reiben. Für ein einfaches, selbstgemachtes Körperpeeling aus dem Küchenschrank ist die mechanische Variante die naheliegende und unkomplizierte Wahl. Chemische Peelings gehören eher in den Bereich fertiger Pflegeprodukte und sollten dosiert eingesetzt werden.
3. Die Grundzutaten: Schleifmittel und Öl richtig wählen
Jedes selbstgemachte Peeling braucht nur zwei Bausteine: ein Schleifmittel (Zucker, Kaffeesatz oder Salz) und ein Pflanzenöl. Das Schleifmittel bestimmt, wie kräftig das Peeling ist, das Öl pflegt und macht die Haut weich. Mit der richtigen Kombination passen Sie das Peeling an jede Haut an.
Bevor Sie ein konkretes Rezept anrühren, hilft es, die zwei Grundzutaten zu verstehen. Das Schleifmittel ist der aktive Teil: Seine Körnung entscheidet, wie sanft oder kräftig das Peeling wirkt. Feiner Zucker peelt mild, grobes Salz kräftig, Kaffeesatz liegt dazwischen. Wer es milder mag, mischt ein grobes Schleifmittel einfach mit einem feineren - etwa halb Salz, halb Zucker.
Das Öl ist der pflegende Teil. Es sorgt dafür, dass die Körner sanft über die Haut gleiten, statt zu kratzen, und hinterlässt nach dem Abspülen einen weichen Film. Welches Öl Sie nehmen, ist weniger wichtig als oft behauptet - entscheidend ist, dass es mild und gut verträglich ist. Nehmen Sie ruhig das, was Sie zu Hause haben.
Welches Öl für welchen Zweck?
| Kriterien | Öl | Eigenschaften |
|---|---|---|
| Mandelöl | Mild, leicht, zieht relativ gut ein. | Guter Allrounder, auch für empfindlichere Haut beliebt. Angenehm unaufdringlich im Geruch. |
| Kokosöl | Im Winter fest, im Sommer flüssig - beides normal. | Reichhaltig und sparsam, dezenter Duft. Bei wem die Haut zu Unreinheiten neigt, lieber sparsam testen. |
| Olivenöl | Reichhaltig, hat man fast immer im Haus. | Besonders pflegend für trockene und robuste Haut, etwa beim Salzpeeling. Eigengeruch, den nicht jeder mag. |
| Sonnenblumenöl | Neutral im Geruch, sehr günstig. | Unkompliziert und überall verfügbar. Solide Wahl, wenn Sie kein spezielles Öl kaufen möchten. |
4. Rezept 1: Sanftes Zucker-Öl-Peeling (der Allrounder)
Das Zucker-Öl-Peeling ist der sanfte Klassiker für fast jeden Hauttyp. Sie mischen vier Esslöffel Zucker mit zwei Esslöffeln Pflanzenöl zu einer feuchten, krümeligen Paste. Zucker hat runde Kanten und ist daher angenehm mild - ein guter Einstieg ins DIY-Peeling.
Zucker ist das beste Schleifmittel für den Start, weil sich die Kristalle beim Massieren langsam auflösen und die Kanten relativ rund sind. Das macht das Peeling angenehm sanft. Wer feiner mag, nimmt feinen Haushaltszucker; wer etwas mehr Griff will, nimmt braunen oder groben Zucker.
Zucker-Öl-Peeling anrühren - Schritt für Schritt
Zutaten bereitstellen
Sie brauchen: 4 Esslöffel Zucker (fein oder braun), 2 Esslöffel mildes Pflanzenöl (zum Beispiel Mandel-, Oliven- oder Kokosöl) und nach Wunsch 1-2 Tropfen ätherisches Öl für den Duft. Dazu eine kleine Schüssel und ein sauberes Schraubglas.
Mischen
Geben Sie den Zucker in die Schüssel und rühren Sie das Öl löffelweise unter, bis eine feuchte, krümelige Paste entsteht. Sie soll nicht schwimmen, sondern wie nasser Sand zusammenhalten. Zu flüssig? Etwas Zucker nachgeben. Zu trocken? Tropfenweise Öl ergänzen.
Optional beduften
Wenn Sie mögen, geben Sie ein bis zwei Tropfen ätherisches Öl dazu, etwa Lavendel oder Orange. Sehr sparsam dosieren und nur, wenn Sie wissen, dass Ihre Haut es verträgt. Bei empfindlicher Haut lieber weglassen.
Aufbewahren
Füllen Sie den Rest in ein sauberes, trockenes Schraubglas. So angerührt hält das Zucker-Öl-Peeling mehrere Wochen. Immer mit sauberem, trockenem Löffel oder Schwamm entnehmen, nie mit nassen Fingern.
Eine schöne Variante: Reiben Sie etwas Bio-Zitronen- oder Orangenschale in die fertige Mischung. Das gibt einen frischen Duft ganz ohne ätherisches Öl. Wichtig nur - bleiben Sie danach nicht direkt in der Sonne, denn Zitrusöle können die Haut lichtempfindlicher machen. Wer es schlicht mag, lässt jeden Zusatz weg: Zucker und Öl allein sind das vollwertige Rezept.
5. Rezept 2: Kaffeepeeling aus dem Kaffeesatz
Das Kaffeepeeling ist clevere Resteverwertung: Statt den Kaffeesatz wegzuwerfen, mischen Sie ihn mit Öl zu einem duftenden Peeling mit mittlerer Körnung. Sie brauchen vier Esslöffel abgekühlten Kaffeesatz und zwei Esslöffel Öl. Am besten frisch anrühren und zügig verbrauchen.
Wenn Sie ohnehin Kaffee kochen, ist das Kaffeepeeling fast geschenkt. Der gemahlene Satz hat eine mittlere Körnung zwischen feinem Zucker und grobem Salz und einen anregenden Duft, den viele morgens als Frischekick unter der Dusche mögen. Lassen Sie den Satz vor dem Mischen abkühlen.
Kaffeepeeling anrühren - Schritt für Schritt
Kaffeesatz sammeln
Nehmen Sie etwa 4 Esslöffel abgekühlten, gut abgetropften Kaffeesatz aus Filter oder Siebträger. Er sollte nicht mehr triefend nass sein, sonst wird das Peeling matschig und verdirbt schneller.
Öl unterrühren
Geben Sie 2 Esslöffel Pflanzenöl dazu - Kokos- oder Olivenöl passen gut - und verrühren Sie alles zu einer streichfähigen, leicht körnigen Masse. Wer mag, gibt einen Teelöffel Zucker für etwas mehr Schleifkraft hinzu.
Frisch verwenden
Anders als das reine Zucker- oder Salzpeeling enthält Kaffeesatz Feuchtigkeit und ist verderblicher. Rühren Sie das Kaffeepeeling am besten frisch an und verbrauchen Sie es zügig. Reste nicht tagelang im warmen Bad stehen lassen.
Ein praktischer Hinweis zum Abfluss: Größere Mengen Kaffeesatz können sich mit dem Öl zusammen im Siphon absetzen. Spülen Sie nach dem Peeling reichlich warm nach, oder fangen Sie grobe Reste vorher mit einem Sieb auf. So vermeiden Sie auf Dauer einen verstopften Abfluss.
Zum Wirkversprechen ehrlich: Im Netz kursiert viel über Kaffee und straffere Haut. Belastbar nachgewiesen ist das nicht, und wir versprechen es Ihnen nicht. Was bleibt, ist ein angenehmes, gut riechendes Peeling, das lose Hautschüppchen löst und Kaffeesatz sinnvoll verwertet - das allein ist schon ein guter Grund.
6. Rezept 3: Kräftiges Salzpeeling für robuste Stellen
Das Salzpeeling ist das kräftigste der drei Rezepte - ideal für robuste Haut an Füßen, Knien und Ellenbogen. Sie mischen drei Esslöffel grobes Salz mit zwei Esslöffeln Öl. Wegen der scharfkantigen Kristalle gehört es nicht auf empfindliche oder frisch rasierte Haut.
Salzkristalle haben schärfere Kanten als Zucker und peelen dadurch intensiver. Das ist genau richtig für verhornte, robuste Stellen wie Fersen, Knie und Ellenbogen - aber zu viel für zarte Partien. Verwenden Sie grobes Meersalz; sehr feines Salz löst sich zu schnell auf und peelt kaum.
Salzpeeling anrühren - Schritt für Schritt
Salz wählen
Nehmen Sie 3 Esslöffel grobes Meersalz. Kein feines Tafelsalz - das löst sich zu schnell und bringt kaum Schleifwirkung. Wer es etwas milder mag, mischt halb Salz, halb Zucker.
Öl zugeben
Rühren Sie 2 Esslöffel Pflanzenöl unter, bis eine grobe, feuchte Paste entsteht. Olivenöl ist hier besonders beliebt, weil es reichhaltig ist und die Haut nach dem kräftigen Peeling weich zurücklässt.
Gezielt anwenden
Tragen Sie das Salzpeeling gezielt auf robuste Stellen auf und massieren Sie es sanft ein. Lassen Sie empfindliche Bereiche, frisch rasierte Haut und alles, was gereizt ist, bewusst aus. Danach gründlich abspülen.
An besonders verhornten Fersen wirkt das Salzpeeling am besten, wenn die Füße vorher in warmem Wasser eingeweicht sind und Sie danach reichhaltig nachfetten. Wie Sie verhornte Stellen Schritt für Schritt sanft und ohne Hobel angehen, lesen Sie ausführlich im Beitrag Hornhaut natürlich entfernen: sanft statt Hobel.
7. So wenden Sie das Peeling richtig an
Peelen Sie auf feuchter, vorgewärmter Haut: kurz duschen, dann das Peeling in kleinen Kreisen sanft einmassieren, einige Minuten einwirken lassen, gründlich abspülen und die Haut eincremen. Nicht schrubben, nicht drücken - sanfte, kreisende Bewegungen reichen völlig aus.
Peeling Schritt für Schritt anwenden - Schritt für Schritt
Haut anfeuchten
Duschen Sie kurz warm, damit die Haut feucht und leicht aufgeweicht ist. Auf vorgewärmter Haut gleitet das Peeling besser und fühlt sich angenehmer an. Drehen Sie das Wasser zum Peelen ab oder runter.
Sanft einmassieren
Nehmen Sie eine kleine Menge und massieren Sie das Peeling in kleinen, kreisenden Bewegungen ein - mit den Händen oder einem Naturschwamm. Wenig Druck, kein Schrubben. Robustere Stellen wie Knie und Ellenbogen dürfen etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen.
Kurz einwirken lassen
Lassen Sie das pflegende Öl ein bis zwei Minuten auf der Haut, während Sie weiterpeelen oder kurz warten. So kann das Öl die Haut weicher machen, bevor Sie es abspülen.
Abspülen und pflegen
Spülen Sie alles gründlich mit warmem Wasser ab. Tupfen Sie die Haut trocken - nicht rubbeln - und tragen Sie eine Lotion oder etwas Öl auf, solange die Haut noch leicht feucht ist. Das schließt die Pflege ab.
Ein häufiger Fehler ist zu viel Druck. Das Schleifmittel erledigt die Arbeit, nicht Ihre Kraft. Wer fest schrubbt, reizt die Haut, statt sie zu pflegen. Stellen Sie sich vor, Sie verteilen das Peeling eher, als dass Sie reiben. Mehr zur Technik mit dem Schwamm lesen Sie auch im Beitrag Peeling-Schwamm richtig anwenden.
Wann am Tag peelt man am besten?
Das ist Geschmackssache. Viele peelen abends, weil die Haut danach Ruhe hat und über Nacht von der Pflege profitiert. Ein Kaffeepeeling am Morgen kann dagegen ein angenehmer Wachmacher sein. Wichtiger als die Uhrzeit ist, dass Sie danach nicht direkt in die pralle Sonne gehen - frisch gepeelte Haut ist etwas empfindlicher. Wer am selben Tag noch in die Sonne möchte, denkt an Sonnenschutz.
So sieht die Anwendung mit dem Naturschwamm ganz praktisch aus:
8. Hauttyp und Häufigkeit: wie oft ist gesund?
Wie oft Sie peelen sollten, hängt vom Hauttyp ab: trockene oder empfindliche Haut höchstens einmal pro Woche, normale Haut ein bis zwei Mal, robustere Haut bis zu zweimal. Im Zweifel weniger. Spannt oder rötet sich die Haut, machen Sie eine längere Pause.
Beim Peelen gilt fast immer: weniger ist mehr. Die Haut erneuert sich von selbst, das Peeling unterstützt nur sanft. Wer zu oft oder zu kräftig peelt, kann die schützende Hautbarriere reizen - dann fühlt sich die Haut trocken, gespannt oder gerötet an. Genau das wollen Sie nicht.
Welches Peeling passt zu welcher Haut?
| Kriterien | Hauttyp | Empfehlung |
|---|---|---|
| Empfindliche/trockene Haut | Reagiert schnell mit Spannen oder Rötung, oft schuppig. | Feines Zucker-Öl-Peeling, maximal einmal pro Woche, wenig Druck. Salz lieber meiden. |
| Normale Haut | Weder stark fettend noch trocken, gut verträglich. | Zucker- oder Kaffeepeeling, ein bis zwei Mal pro Woche. Gröbere Körnung gut verträglich. |
| Robuste/dickere Haut | Wenig empfindlich, verhornte Stellen an Füßen und Knien. | Salzpeeling gezielt auf robuste Partien, bis zu zweimal pro Woche möglich. |
| Zu Unreinheiten neigend | Glänzt schnell, neigt zu verstopften Poren am Körper. | Leichtes Zuckerpeeling mit wenig Öl, ein bis zwei Mal pro Woche. Nicht über Pickel schrubben. |
Diese Werte sind Anhaltspunkte, keine festen Regeln. Ihre Haut ist der beste Maßstab: Fühlt sie sich nach dem Peeling glatt und angenehm an, passt es. Spannt, brennt oder rötet sie sich, peelen Sie seltener, sanfter oder pausieren Sie ganz. Im Winter braucht trockene Haut oft längere Abstände als im Sommer.
Verändert sich der Peeling-Bedarf mit dem Alter?
Tendenziell ja. Die natürliche Hauterneuerung verlangsamt sich mit den Jahren, gleichzeitig wird reifere Haut oft trockener und empfindlicher. Das heißt nicht, dass Sie häufiger peelen müssen - im Gegenteil ist eher mehr Behutsamkeit gefragt: feinere Körnung, weniger Druck, ein reichhaltigeres Öl und längere Abstände. Hören Sie auf Ihr Hautgefühl, das gilt in jedem Alter.
9. Die häufigsten Fehler beim selbstgemachten Peeling
Die typischen Fehler sind schnell genannt: zu viel Druck, zu oft peelen, falsche Körnung für den Hauttyp, Wasser im Rezept und das Vergessen der Pflege danach. Wer diese fünf Punkte vermeidet, holt aus zwei Küchenzutaten das beste Ergebnis heraus - ohne die Haut zu reizen.
Ein selbstgemachtes Peeling ist kaum zu vermasseln - trotzdem gibt es ein paar Stolpersteine, die immer wieder vorkommen. Wenn Ihr Peeling die Haut reizt statt pflegt, liegt es fast immer an einem dieser Punkte.
Fehler 1: zu viel Druck. Die Körner machen die Arbeit, nicht Ihre Kraft. Festes Schrubben reizt die Haut. Fehler 2: zu häufig. Täglich peelen klingt gründlich, schadet aber der Hautbarriere - ein bis zwei Mal pro Woche genügt. Fehler 3: falsche Körnung. Grobes Salz auf zarter Haut ist zu viel; nehmen Sie für empfindliche Stellen feinen Zucker.
Fehler 4: Wasser im Rezept. Wasser macht die Mischung anfällig für Keime - bleiben Sie bei Schleifmittel und Öl und entnehmen Sie nichts mit nassen Fingern. Fehler 5: keine Pflege danach. Peelen ohne anschließendes Eincremen lässt die Haut leicht trocken zurück. Tragen Sie auf die noch leicht feuchte Haut eine Lotion oder etwas Öl auf.
10. Vorsicht: Wann Sie nicht peelen sollten
Auf gereizter, sonnenverbrannter, frisch rasierter oder verletzter Haut hat ein Peeling nichts verloren. Auch bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Rosazea ist Vorsicht angebracht - hier zuerst ärztlich abklären. Im Zweifel lieber eine Anwendung auslassen.
So sanft die Rezepte sind: Es gibt Situationen, in denen ein Peeling der Haut schadet statt hilft. Ein mechanisches Peeling reibt über die Hautoberfläche - und genau das ist auf bereits gestresster Haut zu viel. Bitte halten Sie sich an die folgenden Grenzen.
Was tun, wenn die Haut nach dem Peeling brennt oder gerötet ist?
Spülen Sie die Reste sofort mit kühlem Wasser ab und verzichten Sie auf weitere reizende Produkte. Eine milde, reichhaltige Pflege beruhigt meist. Beim nächsten Mal peelen Sie seltener, sanfter oder mit feinerer Körnung. Hält die Reizung an oder verschlimmert sie sich, suchen Sie ärztlichen Rat.
Sollte ich vor oder nach dem Rasieren peelen?
Wenn überhaupt, peelen Sie vor dem Rasieren, nie danach. Frisch rasierte Haut ist gereizt, und Salz oder Zucker brennen dort. Ein sanftes Peeling vorab kann eingewachsene Härchen mildern - lassen Sie der Haut aber Zeit, bevor Sie die Klinge ansetzen, und arbeiten Sie sehr sanft.
Und noch ein Wort zu Versprechen aus dem Internet: Peelings glätten die Hautoberfläche und fühlen sich angenehm an. Sie sind aber kein Wundermittel gegen Cellulite, Dehnungsstreifen oder Hauterkrankungen. Wer Ihnen das verspricht, übertreibt. Wir bleiben ehrlich: schöne, glatte Haut im Alltag - mehr, aber auch nicht weniger.
11. Der Naturschwamm: Werkzeug zum Auftragen und Abrubbeln
Ein Naturschwamm kann zum Auftragen des Peelings verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie beim Honeycomb und beim Silk.
Sie können das Peeling mit bloßen Händen oder mit einem Naturschwamm verteilen. Der Naturschwamm ist wiederverwendbar.
Welcher tom&pat Naturschwamm wofür?
| Kriterien | Schwamm | Eignung |
|---|---|---|
| Honeycomb | Etwas festere, griffige Wabenstruktur. | Der Peeling-Favorit: trägt körnige Mischungen gut auf und rubbelt robustere Stellen angenehm ab. |
| Grass | Ausgewogener Allrounder, mittlere Festigkeit. | Gut für tägliches Duschen und sanftes Peelen, wenn Sie nur einen Schwamm möchten. |
| Silk | Besonders fein und weich. | Für zarte, empfindliche Haut - sanfter als Honeycomb, ideal für feine Zuckerpeelings. |
Warum überhaupt ein Naturschwamm statt eines Kunststoffschwamms? Naturschwämme sind ein nachwachsendes Naturprodukt, geben keine Mikroplastikfasern ab und lassen sich über Monate wiederverwenden. Wenn Sie die Unterschiede genauer wissen wollen, lesen Sie Naturschwamm vs. Kunststoffschwamm. Einen kompletten Überblick zu Herkunft und Einsatz gibt der ultimative Naturschwamm-Guide.
Den Naturschwamm Honeycomb und die weitere Auswahl finden Sie in der Kategorie Massage und Peeling. Mit zwei Küchenzutaten und einem Naturschwamm lässt sich eine kleine Pflege-Routine zusammenstellen.
12. Aus der Praxis von tom&pat
Feiner Zucker, ein mildes Öl und ein Naturschwamm werden in diesem Rezept verwendet.
Wir verkaufen seit 2018 Naturschwämme und bekommen viel Rückmeldung dazu, wie Kundinnen und Kunden sie nutzen. Eine Beobachtung wiederholt sich: Die Leute, die langfristig dabei bleiben, halten es einfach. Ein Schraubglas mit Zucker-Öl-Peeling im Bad, ein Honeycomb daneben - das ist die Routine, die wirklich hält. Aufwändige Rezepte mit fünf Zutaten sehen schön aus, landen aber oft nach zweimal Anrühren in der Ecke.
Was wir persönlich empfehlen, ganz ohne Verkaufsdruck: Fangen Sie mit dem Zucker-Öl-Peeling an und nehmen Sie das Öl, das ohnehin in Ihrer Küche steht. Tragen Sie es mit dem Honeycomb auf - nicht weil es ein Produkt von uns ist, sondern weil die griffige Struktur das körnige Peeling tatsächlich gleichmäßiger verteilt als die bloße Hand und das Abrubbeln sanfter macht. Für sehr zarte Haut greifen viele lieber zum weicheren Silk.
Und eine ehrliche Warnung aus der Praxis: Der häufigste Grund, warum jemand das DIY-Peeling wieder aufgibt, ist nicht das Rezept - es ist die rutschige Dusche und der ölige Abfluss. Wer das von Anfang an einplant (im Sitzen peelen, danach kurz die Dusche abspülen), bleibt deutlich eher dabei. Lieber einmal mehr aufräumen als die ganze Routine über Bord werfen.
13. Häufig gestellte Fragen
Die häufigsten Fragen – kurz und klar beantwortet.
Welches Öl eignet sich am besten fürs selbstgemachte Körperpeeling?
Gut geeignet sind milde, hautfreundliche Pflanzenöle wie Mandelöl, Kokosöl, Olivenöl oder Sonnenblumenöl. Kokosöl ist im Winter fest und im Sommer flüssig - das ist normal. Welches Öl Sie nehmen, ist vor allem Geschmackssache und eine Frage dessen, was Sie zu Hause haben. Wer empfindlich reagiert, testet ein neues Öl vorab in der Armbeuge.
Wie oft sollte ich ein Körperpeeling machen?
Für die meisten Menschen reichen ein bis zwei Anwendungen pro Woche. Trockene oder empfindliche Haut kommt oft mit einmal pro Woche oder seltener gut aus, robustere Haut verträgt mitunter zweimal. Mehr ist nicht besser - zu häufiges Peelen kann die Haut reizen und austrocknen. Hören Sie auf Ihr Hautgefühl.
Wie lange ist ein selbstgemachtes Körperpeeling haltbar?
Reine Zucker- oder Salzpeelings mit Öl sind mehrere Wochen haltbar, weil Zucker und Salz konservierend wirken. Kaffeepeeling mit frischem Kaffeesatz sollten Sie am besten frisch anrühren und zügig verbrauchen. Bewahren Sie alles trocken und sauber auf, holen Sie es nicht mit nassen Fingern aus dem Glas und verzichten Sie auf Wasser im Rezept, das fördert Keime.
Was bringt der Naturschwamm beim Peeling zusätzlich?
Der Naturschwamm hilft Ihnen, das Peeling gleichmäßig aufzutragen und die Reste danach sanft abzurubbeln, ohne mit den Fingernägeln zu kratzen. Der Honeycomb hat eine etwas festere, griffige Struktur, die viele beim Peeling als angenehm empfinden. Außerdem ist er wiederverwendbar und plastikfrei - eine Alternative zu Einweg-Handschuhen oder Kunststoffschwämmen.
Zucker, Kaffee oder Salz - welches Peeling ist das richtige für mich?
Zucker ist der sanfte Allrounder und für die meisten Hauttypen ein guter Start. Salz ist gröber und kräftiger, eher für robustere Haut an Füßen, Knien oder Ellenbogen. Kaffeepeeling ist eine schöne Resteverwertung mit anregendem Duft und mittlerer Körnung. Sie können ruhig alle drei ausprobieren und schauen, was Ihrer Haut am besten gefällt.
14. Über tom&pat
tom&pat führt seit 2018 Naturschwämme aus dem Mittelmeer in den Sorten Honeycomb, Grass und Silk. Die Naturschwämme werden in Köln verpackt. Für das Körperpeeling verwenden wir den Honeycomb-Naturschwamm. Gründer Patrick Lauff testet jede Charge vorher selbst unter der Dusche, bevor sie den Weg in den Shop findet. Wenn Sie Ihr Peeling gleich mit dem passenden Werkzeug ausprobieren möchten: Den Naturschwamm Honeycomb gibt es direkt hier im Shop.
