Adventskalender selber befüllen für Erwachsene: 24 plastikfreie Türchen-Ideen
Einen Adventskalender selber befüllen ist leichter, als viele denken: 24 kleine Türchen voller nützlicher, essbarer oder erlebnisreicher Ideen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie einen Adventskalender für Erwachsene aus nützlichen, essbaren und Erlebnis-Türchen zusammenstellen, wo Sie plastikfrei einkaufen und wie Sie verpacken.
Lesedauer: 16 Minuten
1. Adventskalender selber befüllen – plastikfrei: kurz erklärt
Einen Adventskalender für Erwachsene plastikfrei zu befüllen heißt: nützliche, essbare und erlebbare Kleinigkeiten statt Schokolade und Plastik. Setzen Sie auf feste Seife, Naturschwamm, losen Tee, Trockenobst und Gutscheine. Bündeln Sie den Einkauf, verpacken Sie in Stoff oder Papier – das spart Müll und macht echte Freude.
Hand aufs Herz: Die meisten gekauften Adventskalender für Erwachsene sind ein Kompromiss. Entweder 24-mal Schokolade, oder ein Sammelsurium aus Plastik-Pröbchen, die man nie wieder anrührt. Dabei ist die Idee hinter dem Kalender so schön – jeden Tag eine kleine Freude. Wenn Sie ihn selbst befüllen, bekommen Sie genau das, ohne den Müllberg drumherum.
Für Erwachsene gilt eine einfache Faustregel: Kleinigkeiten, die man sich selbst selten gönnt, aber gut gebrauchen kann, treffen fast immer ins Schwarze – ein hochwertiger Naturschwamm fürs Bad, eine besondere Teemischung oder ein Gutschein für einen gemeinsamen Abend. Plastikfrei wird das Ganze, wenn Sie beim Inhalt und bei der Verpackung auf die richtigen Materialien achten. Dieser Ratgeber ist nach den drei Kategorien nützlich, essbar und Erlebnis aufgebaut und liefert für jede konkrete Türchen-Ideen.
2. Warum überhaupt plastikfrei befüllen?
Ein plastikfrei befüllter Adventskalender spart gleich dreifach: weniger Verpackungsmüll, mehr Dinge, die wirklich benutzt werden, und ein Geschenk, das persönlich statt austauschbar ist. Gerade bei Erwachsenen verschwinden viele gekaufte Pröbchen ungenutzt – langlebige, plastikfreie Kleinigkeiten machen dagegen über das Jahr hinweg Freude.
Der erste Grund ist der offensichtliche: weniger Müll. Ein klassischer gekaufter Adventskalender besteht häufig aus einer Plastik-Einlage hinter der Pappe, dazu Folie um die Schokolade. All das landet nach dem 24. Dezember im Müll. Der zweite Grund ist weniger bekannt, aber genauso wichtig: Was plastikfrei ist, wird meistens auch wirklich benutzt. Feste Seife, ein Naturschwamm, loser Tee oder eine Gewürzmischung sind echte Alltagsdinge, keine Wegwerf-Pröbchen, und ersetzen oft sogar ein Einweg-Produkt.
Und drittens ist ein selbst befüllter Kalender persönlich: Sie können auf den Geschmack des Menschen eingehen, Erinnerungen einbauen und kleine Insider verstecken. Sie müssen dafür nicht über Nacht zur Plastikfrei-Expertin oder zum Plastikfrei-Experten werden. Schon wenn die Hälfte der Türchen plastikfrei und langlebig ist, macht das einen spürbaren Unterschied.
3. Die Grundregel: nützlich, essbar oder Erlebnis
Ein guter Adventskalender für Erwachsene mischt drei Arten von Türchen: nützliche kleine Helfer, essbare Leckereien und immaterielle Erlebnisse. Diese Mischung verhindert Langeweile und Schokoladen-Überdruss. Planen Sie grob ein Drittel pro Kategorie – so wird kein Tag wie der andere, und der Kalender bleibt bis zum 24. spannend.
Bevor Sie loslegen, lohnt sich ein kurzer Plan. Wer einfach drauflos kauft, landet schnell wieder bei lauter Süßkram. So bekommt dagegen jeder Tag einen eigenen Charakter.
Der Charme dieser Mischung: Sie deckt verschiedene Stimmungen ab. Verteilen Sie die Kategorien am besten abwechselnd statt in Blöcken, sodass nie zwei gleiche Türchen aufeinanderfolgen. Highlights wie ein größeres Set kommen auf Tag 1, die Mitte und den 24., frische und verderbliche Türchen ordnen Sie nach hinten ein, langlebige nach vorn. Notieren Sie sich vorab, was der Mensch wirklich mag – Tee oder Kaffee, Bad und Pflege oder Küche und Kochen. Je persönlicher die Auswahl, desto weniger landet ungenutzt in der Ecke.
4. Nützliche Türchen: kleine plastikfreie Helfer
Nützliche Türchen punkten mit Dingen, die man täglich braucht, sich aber selten selbst kauft. Beispiele: Naturschwamm, feste Seife, Holz-Nagelbürste, Stofftaschentuch, Bienenwachstuch, Ohrreiniger aus Metall. Solche kleinen Helfer passen gut in den Kalender.
Diese Kategorie ist das Herz eines nachhaltigen Adventskalenders für Erwachsene. Es geht um Dinge, die im Alltag wirklich gebraucht werden – am besten solche, die ein Einweg-Produkt ersetzen. Hier sind acht plastikfreie Ideen, die problemlos in ein Türchen passen.
8 nützliche Türchen-Ideen ohne Plastik
Naturschwamm fürs Bad. Ein kleiner Naturschwamm Honeycomb (13–14 cm, 24,95 €) aus dem Mittelmeer ersetzt Plastik-Schwämme und hält bei guter Pflege 6–9 Monate (Erfahrungswert).
Feste Seife. Aleppo-Seife (2 × 200 g, 15,95 € – zwei Türchen aus einem Kauf) oder eine andere feste Seife passt in ein Türchen.
Holz-Nagelbürste. Eine Nagelbürste aus Holz mit Naturborsten ist langlebig und ein Klassiker, den viele gern wieder nutzen.
Stofftaschentuch. Gerade im Winter ständig im Einsatz und eine schöne Alternative zu Papiertaschentüchern.
Bienenwachstuch. Ersetzt Frischhaltefolie und Alufolie in der Küche und ist sofort einsetzbar.
Ohrreiniger aus Metall. Ersetzt unzählige Wattestäbchen und hält praktisch ewig – klein, leicht, plastikfrei.
Selbst gemachtes Badesalz. Badesalz mit getrockneten Kräutern im Schraubglas ist schnell gemischt und passt in jedes Türchen.
Holz-Spülbürste mit Wechselkopf. Reduziert Plastik in der Küche; der Kopf allein passt sogar in ein sehr kleines Türchen.
Wählen Sie möglichst Dinge, die der Mensch noch nicht besitzt oder die nachgekauft werden müssen – einen neuen Schwamm, wenn der alte durch ist, oder eine Spülbürste als Auffrischung. Echte Helfer dürfen ruhig etwas hochwertiger sein, denn ein gutes Stück, das jahrelang hält, ist nachhaltiger als drei billige.
Viele dieser Helfer drehen sich ums Bad – und das aus gutem Grund: Gerade hier sammelt sich oft viel Einweg-Plastik an. Wer das Thema vertiefen will, findet im Ratgeber Plastikfrei im Bad viele weitere Ideen, die sich auch hervorragend als Türchen-Füllung eignen.
5. Essbare Türchen: Leckereien jenseits der Schokolade
Essbare Türchen müssen nicht aus Schokolade bestehen. Plastikfrei und für Erwachsene passend sind loser Tee, eine kleine Gewürzmischung, Trockenobst aus dem Unverpackt-Laden, geröstete Nüsse, eine Honig-Probe oder ein paar selbst gebackene Plätzchen. Kleine Gläser und Papiertüten halten alles plastikfrei zusammen.
Naschen gehört zum Advent dazu – aber es muss eben nicht jeden Tag Schokolade sein. Für Erwachsene sind feinere, oft auch herzhafte Leckereien spannend. Vieles davon bekommen Sie im Unverpackt-Laden oder im Glas.
8 essbare Türchen-Ideen ohne Plastik
Loser Tee. Eine kleine Portion in einer Papiertüte oder im Schraubglas – schön für alle, die gern Neues probieren.
Gewürzmischung. Selbst gemischt im kleinen Glas, etwa für Glühwein, Plätzchen oder herzhaftes Kochen.
Trockenobst. Datteln, getrocknete Aprikosen oder Apfelringe aus dem Unverpackt-Laden, in eine Papiertüte gefüllt.
Geröstete Nüsse. Eine Handvoll gewürzter Nüsse im Papiertütchen – herzhaft, sättigend und ohne Plastikverpackung machbar.
Honig-Probe. Ein kleines Glas regionaler Honig vom Imker: edel, lange haltbar und ein schönes Highlight.
Selbst gebackene Plätzchen. Zwei, drei Stück in einer kleinen Papiertüte – persönlicher als jede gekaufte Süßigkeit.
Marmelade im Mini-Glas. Selbst gekochte Marmelade oder ein Brotaufstrich im winzigen Glas, mit echtem Aufwand gemacht.
Schokolade aus dem Papier. Wenn schon Schokolade, dann eine besondere Tafel in reiner Papierverpackung; ein Stück pro Türchen reicht.
Die beste Anlaufstelle ist der Unverpackt-Laden: Dort füllen Sie Tee, Nüsse, Trockenobst und Gewürze in mitgebrachte Gläser oder Papiertüten ab. Wochenmärkte sind die zweite gute Quelle – Honig, Marmelade und manche Gewürze gibt es dort oft im Pfandglas. Im Supermarkt achten Sie auf Glas und Papier statt Folie. Achten Sie außerdem auf das Mindesthaltbarkeitsdatum: Frisches Selbstgemachtes wie Marmelade gehört eher auf die hinteren Türchen.
6. Erlebnis-Türchen: Zeit statt Zeug verschenken
Erlebnis-Türchen sind die nachhaltigsten überhaupt: Sie verursachen keinen Müll und keine Verpackung, sondern schenken gemeinsame Zeit. Ideen sind Gutscheine für einen Spaziergang, einen Filmabend, ein Frühstück ans Bett, einen Kochabend oder Ausschlafen am Wochenende. Auf einen schönen Zettel geschrieben, sind sie schnell vorbereitet.
Diese Kategorie kostet oft am wenigsten und bleibt am längsten in Erinnerung. Statt eines Gegenstands stecken Sie einen handgeschriebenen Gutschein ins Türchen – am besten auf einem Zettel aus Recyclingpapier. Das spart nicht nur Geld und Müll, sondern macht den Kalender auch besonders persönlich.
8 Erlebnis-Türchen-Ideen ohne Plastik
Winterspaziergang mit Glühwein. Zu einem Lieblingsort, mit Glühwein oder Kakao aus der Thermoskanne – kostet fast nichts.
Kinoabend zuhause. Die beschenkte Person sucht den Film aus, Sie übernehmen Decke, Tee und Knabbereien.
Frühstück ans Bett. Ein Klassiker, der immer funktioniert: ein liebevoll vorbereitetes Frühstück an einem Tag nach Wahl.
Gemeinsames Kochen. Ein Kochabend zu zweit – oder ein Menü, bei dem die beschenkte Person nicht abwaschen muss.
Ausschlafen am Wochenende. Sie übernehmen Frühstück, Kinder oder Haustiere. Gerade im Advent Gold wert.
Sauna- oder Thermenbesuch. Bringt Wärme und Ruhe in den Dezember, als handgeschriebener Gutschein völlig plastikfrei.
Massage-Gutschein. Eine Nacken- oder Rückenmassage von Ihnen persönlich – Entspannung statt Gegenstand.
Ein Abend ohne Handy zu zweit. Beide Handys bleiben aus, dafür gibt es Zeit für Gespräche, ein Spiel oder Musik.
Ein besonders schöner Trick: Verteilen Sie eine kleine Fortsetzungsgeschichte oder 24 Gründe, warum Sie den Menschen mögen, auf die Türchen. Damit die Gutscheine im Trubel nicht untergehen, hilft etwas Realismus beim Planen: Legen Sie zeitintensivere Erlebnisse wie einen ganzen Kochabend auf Wochenend-Türchen und behalten Sie für hektische Werktage die kleinen, schnellen Gesten. So bleibt jeder Gutschein einlösbar, statt sich bis ins neue Jahr zu schieben.
7. Naturschwamm und Aleppo-Seife: zwei bis drei Türchen aus einem Set
Ein Set aus Naturschwamm und Aleppo-Seife füllt elegant zwei bis drei Türchen: eins für den Schwamm, eins für die Seife, optional eins mit einer Anwendungs-Karte. Beides ist plastikfrei, lange haltbar und wird im Alltag wirklich benutzt. Verschiedene Naturschwamm-Sorten lassen sich sogar auf mehrere Tage verteilen.
Wenn Sie die nützliche Bad-Ecke Ihres Kalenders füllen, ist ein Naturschwamm-Set eine naheliegende Wahl. Der Reiz dabei: Beides ist ein Naturprodukt ohne Kunststoff und hält lange. Unser fertiges Geschenkset ist zurzeit ausverkauft – Honeycomb und Aleppo-Seife einzeln ergeben dieselben Türchen, die Seife kommt sogar als Doppelpack. Anders als eine Mini-Probe aus dem gekauften Kalender, die oft in der Schublade verschwindet, werden Schwamm und Seife im Alltag tatsächlich aufgebraucht. Das ist genau der Sinn eines nachhaltigen Geschenks – es wird benutzt, nicht gehortet.
Set-Türchen vs. gekaufte Bad-Pröbchen
| Kriterien | Naturschwamm-Set | Bad-Pröbchen aus dem Handel |
|---|---|---|
| Verpackung | Plastikfrei, in Papier oder Stoff fürs Türchen | Meist in kleinen Plastik-Sachets oder Tuben |
| Nutzungsdauer | Schwamm und Seife halten lange, werden aufgebraucht | Nach ein, zwei Anwendungen leer |
| Türchen-Ausbeute | Füllt zwei bis drei Türchen aus einem Kauf | Ein Türchen pro Probe |
| Persönlichkeit | Hochwertig, bewusst ausgewählt, erklärbar | Oft Werbe-Beigabe ohne Bezug |
Wer mehrere Türchen rund ums Bad gestalten will, kann auch verschiedene Naturschwamm-Sorten verteilen – einen feineren Gesichtsschwamm an einem Tag, einen größeren Badeschwamm an einem anderen. So entsteht über mehrere Türchen hinweg ein kleines Plastikfrei-Set fürs Bad.
8. So befüllen Sie clever: Tipps zum Einkauf und Verpacken
Plastikfrei befüllen gelingt mit zwei Hebeln: gebündelt einkaufen statt 24 Einzelbestellungen, und in Stoff oder Papier verpacken statt in Folie. Ein wiederverwendbarer Stoffkalender, Papiertüten, Butterbrotpapier und Paketschnur reichen völlig. Früh anfangen verhindert die Plastik-Notlösung in letzter Minute.
Schritt für Schritt plastikfrei befüllen
Früh planen. Beginnen Sie im November. Notieren Sie 24 Ideen aus den drei Kategorien und prüfen Sie, was Sie wo plastikfrei bekommen.
Gebündelt einkaufen. Kaufen Sie möglichst bei einem oder zwei Anbietern auf einmal, statt 24 einzelne Päckchen zu bestellen. Das spart enorm viel Verpackung.
Wiederverwendbaren Kalender wählen. Ein Stoffkalender mit Taschen oder kleine Stoffsäckchen lassen sich Jahr für Jahr neu befüllen.
In Papier oder Stoff verpacken. Nutzen Sie Papiertüten, Butterbrotpapier oder Zeitungspapier mit Paketschnur. Verzichten Sie auf Folie und beschichtetes Glanzpapier.
Natürlich dekorieren. Getrocknete Orangenscheiben, Zimtstangen, Tannenzweige oder Schnur geben den Türchen einen stimmigen Look ganz ohne Plastik.
Reihenfolge festlegen. Verteilen Sie Highlights auf Tag 1, die Mitte und den 24. Frisches nach hinten, Haltbares nach vorn – dann passt der Ablauf.
Am nachhaltigsten sind wiederverwendbare Lösungen: Stoffsäckchen aus Baumwolle oder Leinen, ein Stoffkalender mit nummerierten Taschen oder eine bestückbare Holzleiste halten viele Jahre. Auch leere Schraubgläser und kleine Dosen sind ideal, vor allem für essbare Türchen. Natürliche Deko wie Zweige oder getrocknete Orangenscheiben ersetzt jedes Plastik-Accessoire.
Wer einen Kalender für eine Frau gestaltet und noch mehr Anregungen sucht, findet im Ratgeber Nachhaltige Geschenke für Frauen viele Ideen, die sich auch gut auf einzelne Türchen herunterbrechen lassen. Und wer das Thema Periode nachhaltig angehen möchte, findet im Ratgeber Tampon-Alternativen passende Anregungen für sinnvolle, langlebige Türchen.
9. Die häufigsten Fehler beim plastikfreien Befüllen
Die häufigsten Stolperfallen sind: zu spät anfangen und dann doch einzeln online bestellen, plastikfreien Inhalt in Folie verpacken, zu große oder zu teure Türchen planen und Verderbliches zu früh einsortieren. Wer früh plant, gebündelt einkauft, in Papier oder Stoff verpackt und die Reihenfolge bewusst legt, umgeht fast alle davon.
Fehler 1: Zu spät anfangen. Wer erst Ende November loslegt, bestellt unter Zeitdruck 24 Dinge einzeln online – und bekommt 24-mal Verpackung dazu. Lösung: im November sammeln und gebündelt kaufen.
Fehler 2: Plastikfreien Inhalt in Plastik verpacken. Eine feste Seife in eine Folientüte zu stecken, ist paradox, passiert aber oft aus Bequemlichkeit. Halten Sie Papiertüten, Stoffsäckchen und Schnur bereit, bevor Sie ans Verpacken gehen.
Fehler 3: Zu groß und zu teuer denken. Es sollen 24 kleine Freuden sein, keine 24 vollwertigen Geschenke. Erlebnis-Türchen und kleine Mengen entlasten Lust und Budget.
Fehler 4: Verderbliches zu früh einsortieren. Selbst gekochte Marmelade auf Türchen 3 kann bis zum Öffnen schon gelitten haben. Frisches gehört nach hinten, Haltbares nach vorn.
10. Für wen sich ein selbst befüllter Kalender lohnt – und für wen nicht
Ein selbst befüllter, plastikfreier Adventskalender lohnt sich besonders, wenn Sie einen Menschen gut kennen, Wert auf Nachhaltigkeit legen und etwas Zeit im November haben. Weniger geeignet ist er für sehr kurzfristige Geschenke oder wenn Sie die Person kaum kennen – dann trifft die persönliche Auswahl schwerer und ein schlichter gekaufter Kalender ist ehrlicher.
Gut geeignet ist er, wenn Sie den Geschmack des Menschen einschätzen können und im November ein, zwei ruhige Stunden zum Planen und Verpacken finden. Für Paare, enge Freundinnen und Freunde oder die Familie ist er ideal, weil gerade die persönlichen Erlebnis-Türchen hier ihre Wirkung entfalten.
Weniger geeignet ist er, wenn die Zeit wirklich knapp ist – dann führt der Druck oft zu hektischen Einzelbestellungen, die dem plastikfreien Ziel widersprechen. Auch wenn Sie die Person kaum kennen, ist ein schlichter, gut gemachter gekaufter Kalender die ehrlichere Wahl. Ein Mittelweg für Unentschlossene: nur die Wochenend-Türchen aufwendig und persönlich befüllen und die Werktage bewusst schlicht halten.
11. Aus der Praxis von tom&pat
Aus unserer Erfahrung halten Bad-Türchen am längsten Freude: Ein Naturschwamm und ein Stück Aleppo-Seife werden täglich benutzt, nicht weggelegt. Wir raten, das Schwamm-Türchen früh in den Kalender zu legen, eine kurze Pflege-Karte beizulegen und nicht zu viele Türchen mit Selbstgemachtem zu überfrachten – lieber wenige, durchdachte Highlights.
Wir bei tom&pat schicken seit 2018 Naturschwämme und Aleppo-Seife durch ganz Deutschland – und in der Adventszeit gehen viele davon genau in selbst befüllte Kalender. Erstens fällt uns auf: Die Bad-Türchen sind die, von denen man am längsten etwas hat. Ein Naturschwamm und ein Stück feste Seife landen nicht in der Schublade, sondern jeden Morgen unter dem Wasserhahn.
Zweitens: Eine kleine Karte macht einen großen Unterschied. Wir legen unseren Sets gern eine kurze Notiz zur Pflege bei – etwa, dass man den Naturschwamm nach dem Bad gut ausdrückt und an der Luft trocknen lässt, damit er lange hält. Im Adventskalender ist genau das ein schönes drittes Türchen: nicht nur das Produkt, sondern auch das Wissen, wie man es richtig benutzt.
Und drittens, ganz ehrlich: Weniger ist mehr. Die schönsten selbst befüllten Kalender sind oft nicht die mit den meisten Selbstgemacht-Türchen, sondern die mit ein paar durchdachten Highlights und vielen ruhigen Tagen dazwischen. Dazu gehört auch: Ein Bad-Set ist nur dann ein gutes Türchen, wenn die Person Bad und Pflege überhaupt mag. Trifft das nicht zu, ist ein Tee-Türchen oder ein Erlebnis-Gutschein die bessere Wahl. Das beste Geschenk ist immer das, das zum Menschen passt – nicht das, das wir verkaufen.
12. Fazit: 24 kleine Freuden ganz ohne Müllberg
Einen Adventskalender für Erwachsene plastikfrei zu befüllen, gelingt mit einer Mischung aus nützlichen Helfern, essbaren Kleinigkeiten und Erlebnis-Türchen. Wer früh und gebündelt einkauft, in Stoff oder Papier verpackt und auf langlebige Dinge setzt, schenkt 24 echte Freuden – ohne Schokoladen-Überdruss und ohne Müllberg.
Ein selbst befüllter Kalender ist mehr Arbeit als ein gekaufter, aber eben auch viel persönlicher. Es muss dabei nicht alles perfekt sein: Schon ein paar plastikfreie, langlebige Türchen machen einen Unterschied. Es zählt, was am Ende wirklich benutzt und genossen wird.
13. Häufig gestellte Fragen
Die häufigsten Fragen – kurz und klar beantwortet.
Wie befülle ich einen Adventskalender für Erwachsene plastikfrei?
Wählen Sie feste Seife, Naturschwamm, losen Tee, Trockenfrüchte aus dem Unverpackt-Laden oder kleine Holz- und Metallhelfer. Kaufen Sie gebündelt bei einem oder zwei Anbietern, statt 24 einzelne Päckchen zu bestellen – jede Einzelsendung bringt eigene Verpackung mit. Für die Türchen eignen sich Stoffsäckchen, Papiertüten oder ein Stoffkalender.
Was kann man außer Schokolade in einen Adventskalender füllen?
Für Erwachsene eignen sich kleine Alltagshelfer wie Naturschwamm, feste Seife oder Holz-Nagelbürste, essbare Kleinigkeiten wie loser Tee, Gewürzmischungen, Trockenobst und Honig sowie immaterielle Erlebnis-Türchen, etwa ein Gutschein fürs gemeinsame Kochen oder einen Spaziergang. Gerade diese Mischung macht den Kalender spannend.
Wie groß müssen die Türchen-Geschenke sein?
Klein. Es geht nicht um 24 vollwertige Geschenke, sondern um 24 kleine Freuden: ein einzelner Naturschwamm, ein Stück Aleppo-Seife, eine Portion loser Tee oder ein handgeschriebener Gutschein reichen völlig. Ein, zwei Highlights legen Sie auf das erste, das mittlere oder das letzte Türchen.
Womit verpacke ich die einzelnen Türchen?
Am nachhaltigsten sind kleine Stoffsäckchen zum Wiederverwenden oder ein Stoffkalender mit Taschen. Wer einmalig verpackt, nimmt Papiertüten, Butterbrotpapier oder Zeitungspapier mit Paketschnur. Verzichten Sie auf Folie, Plastik-Klebeband und beschichtetes Glanzpapier, das sich oft nicht recyceln lässt.
Eignet sich ein Naturschwamm-Set wirklich als Adventskalender-Füllung?
Ja. Ein Set aus Naturschwamm und Aleppo-Seife lässt sich auf zwei bis drei Türchen aufteilen: eins für den Schwamm, eins für die Seife, eventuell ein drittes mit einer kleinen Karte zur Anwendung. Beides ist plastikfrei, lange haltbar und wird im Alltag tatsächlich benutzt.
14. Über tom&pat
tom&pat steht seit 2018 für Naturschwämme aus dem Mittelmeer und Aleppo-Seife - von Hand ausgewählt und in Köln sozial verpackt. Für einen selbst befüllten Adventskalender passen ein kleiner Naturschwamm Honeycomb und ein Stück Aleppo-Seife wunderbar hinter zwei Türchen – Dinge, die ab dem ersten Tag im Bad benutzt werden. Patrick Lauff probiert jede Sorte selbst zuhause im Bad aus, bevor sie den Weg in unser Sortiment findet.
Dazu die Aleppo-Seife (15,95 €) – beide füllen einzeln je ein Türchen; das Geschenkset aus beidem ist zurzeit ausverkauft.
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